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Wie in der Geschichte bekannt, nahm in den 60igern und 70igern nicht nur die Wirtschaft Schwung auf, sondern auch das Bier verdrängte den Most immer mehr aus den Gasthäusern. So kam es, dass die Einnahmen des Mostes ausblieben, und mein Großvater neben der Landwirtschaft, dem Gasthaus nun auch noch in die Haunoldmühle arbeiten gehen musste. Auch im Wötzleck sah die Zukunft nicht rosig aus. Der Bauer Josef Höllhuber jr. verstarb 1944 plötzlich im 56. Lebensjahr. Genauso erging es 9 Jahre zuvor seinem Bruder Franz. Die Witwe Rosina heiratete Franz Bauer, denen leider der Kindersegen verwehrt blieb. So kam das Wötzeleckergut zu ihren Cousin Konrad per Leibrente. Schweren Herzens sperrte er das Gasthaus 1974 zu. Doch die Leidenschaft zu Most und seiner Herstellung hielt an. Er gab all sein Wissen zuerst an seine Söhne Konrad und Franz weiter, später in den 90ern durfte ich noch alles von ihm lernen. Genauso wie bei meinem Vater und Onkel weckte er bei mir die Leidenschaft zum Most und seiner Herstellung.

1986, als ich das Licht der Welt erblickte, übernahm mein Vater Franz die Landwirtschaft. Er ging nebenbei bei der Firma Bauernfeind als Verpackungsmittelmechaniker zur Arbeit.

1998 gründeten einige Bauern aus Steinbach den Obstverarbeitungsbetrieb Steinbacher Natursäfte. Zunächst wurden nur Fruchtsäfte produziert, mein Vater aber erkannte, dass im Most wieder Potenzial steckt und fing klein (neben dem Most zuhause) auch im Gsöllhof  bei den Steinbacher Natursäften das Most produzieren an. Er machte die Ausbildung zum Mostsommelier und der Most wurde wieder bekannter und geschätzter.

2011 übernahm mein Vater die Steinbacher Natursäfte und machte daraus die Mostkellerei Höllhuber. 2014 machte mein Bruder Stefan die Ausbildung zum Obstverarbeitungsmeister (Abschluss im Jahr 2015) und arbeitet seither im Betrieb bestehend aus Franz, Margarete und Stefan Höllhuber mit.

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