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Most im Altertum und Mittelalter

Vielfach wird behauptet, die Kelten waren die ersten, die das Mostmachen beherrscht hätten. Die Kenntnis der Verwendbarkeit von Früchten zur Herstellung alkoholischer Getränke ist spätestens ab der Jungsteinzeit vielen Völkern geläufig gewesen. Die ersten schriftlichen Hinwiese auf die Existenz von Obstweinen verdanken wir den Griechen und Römern. Weiters hat bereits Kaiser Karl der Große den Verwaltern von Landgütern die Herstellung von Birnenwein und Apfelwein aufgetragen. Erst ab dem 13. Jahrhundert hat sich für den aus Obst gekelterten Wein das lateinische Lehnwort Most eingebürgert. Der Name Most leitet sich vom lateinischen Begriff „Vinum mustum „ ab, was soviel wie frisch und Jung bedeutet.

Trotz mehrfacher Erwähnung in literarischen Quellen ist anzunehmen, dass der  Obstmost im Mittelalter mangels effizienter Kellertechnologie nur in eher kleinen Mengen produziert wurde. Seit Anfang des 17. Jahrhunderts beginnt man sich einer effizienteren Obstpflege zu zuwenden. So verstanden es einige tüchtige Bauern in der  zweiten Hälfte des 17. Jahrhundert, dass die Mostkellerei ein einträgliches Geschäft sein kann. Der  Most trat somit in Konkurrenz zu Wein und Bier. Und dies erregte natürlich bald den Unwillen der Wirte und vor allem den Einspruch der Obrigkeit, die sich durch privaten Mostverkauf um die Getränkesteuer, die Tatz, geprellt sah. So kam es immer wieder zu Mostverboten und diversen Streitereien.

Joseph der 2. erteilte schließlich mit einer Zirkularverordnung vom 17. August 1784 die Erlaubnis für jedermann, „ die von ihm selbst erzeugten Lebensmittel, Wein und Obstmost zu allen Zeiten des Jahres, wie, wann und in welchem Preise er will, zu verkaufen oder auszuschenken“. Diese Verordnung ist bis heute die Grundlage aller späteren Buschenschankgesetze, womit neben dem Weinheurigen auch der Mostheurige legalisiert wurde.

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